Lesezirkel am 22.11.2018

Lesezirkel – November 2018: Erich Hackl, Am Seil

Im nächsten Lesezirkel wird diesmal der neue Roman des österreichischen Schriftstellers Erich Hackl („Abschied von Sidonie“) besprochen.

Das Buch

Zum Inhalt:

Zivilcourage in Zeiten der Unmenschlichkeit, damals wie heute – eine Erinnerung.
Wie es dazu kam, dass der stille, wortkarge Kunsthandwerker Reinhold Duschka in der Zeit des Naziterrors in Wien zwei Menschenleben rettete. Wie es ihm gelang, die Jüdin Regina Steinig und ihre Tochter Lucia vier Jahre lang in seiner Werkstatt zu verstecken. Wie sie zu dritt, an ein unsichtbares Seil gebunden, mit Glück und dank gegenseitigem Vertrauen überlebten. Was nachher geschah. Und warum uns diese Geschichte so nahegeht.
Der Autor

Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und ein paar Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Madrid und Wien. Seinen Erzählungen, die in 25 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. ‚Auroras Anlaß‘ und ‚Abschied von Sidonie‘ sind Schullektüre.

Der Autor liest aus seinem Buch:

Aus der Reihe „Menschenbilder“ bei Ö1 vom 28.10.2018

Die letzten Zeugen“ – Lucia Heilmann

„Am Seil“ heißt ein neues Buch von Erich Hackl, in dem er die Geschichte einer jüdischen Mutter und ihrer Tochter erzählt, die von einem Kunstschmied in Wien vor den Nazis gerettet werden. Vom November 1941 bis 1945 versteckt er die beiden in seiner Werkstatt.  Es ist die Geschichte der heute 89-jährigen Lucia Heilmann, die damals mit ihrer Mutter nur knapp der Deportation entging.

Als ihr Versteck nach drei Jahren durch Bombenangriffe zerstört wird, finden Lucia Heilmann und ihre Mutter Unterkunft in einem Kohlenkeller. In dieser Zeit hört das Mädchen auf zu sprechen.  Das Kriegsende 1945 erlebt Lucia Heilmann wie eine Wiedergeburt. Sie holt die Schule nach, sie studiert Medizin und wird Schulärztin.

Bis heute lebt Lucia Heilmann in der Wohnung ihrer Eltern in Wien. Sie besucht regelmäßig Schulen um Kinder und Jugendlichen von ihren Erlebnissen im Krieg zu erzählen.  Beim Theaterprojekt „Die letzten Zeugen“, das 2013 am Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde, saß auch Lucia Heilmann auf der Bühne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.