Lesezirkel am 22.03.2018

Lesezirkel – März 2018: Robert Menasse „Die Hauptstadt“

Im aktuellen Lesezirkel wird diesmal das mit dem „Deutschen Buchpreis“ 2017 ausgezeichnete Buch des österreichischen Autors Robert Menasse („Sinnliche Gewißheit“) besprochen. Dies ist das erste Buch von Menasse, das wir in unserem Lesezirkel durchnehmen.

22.03.2018, 19 Uhr; Die Hauptstadt von Robert Menasse

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.

In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.
Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

Der Autor
© Jeff Mangione

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.

 

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Lesezirkel am 22.02.2018

Lesezirkel – Februar 2018: Richard Ford „Zwischen ihnen“

Im aktuellen Lesezirkel wird wieder einmal ein Buch des US-amerikanischen Autors Richard Ford („Der Sportreporter“) besprochen. Das letzte Buch von ihm , das wir „durchgenommen“ haben, war „Kanada„. Diesmal geht es um die Beziehung zu seinen Eltern.

22.02.2018, 19 Uhr: Zwischen ihnen von Richard Ford

Richard Ford erzählt vom Amerika seiner Eltern: ein bewegendes Buch über Erinnerung, Familie und ein Land, das es so nicht mehr gibt. „Lesezirkel am 22.02.2018“ weiterlesen

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Lesung aus „Friedinger“

Lesung mit Stefan Kutzenberger am 8.3. um 19 Uhr

Die Lesung findet bei uns in der Buchhandlung statt.

Rasant, skurril, selbstironisch: Stefan Kutzenbergers Romandebüt über einen verhinderten Autor und einen abenteuerlichen Politskandal.

Das einzig noch Lächerlichere als ein unpublizierter Autor ist ein Autor, der nicht schreibt…

Kutzenberger hat einen Schreiburlaub in Griechenland geschenkt bekommen. Jetzt könnte er endlich seinen Roman anfangen, wäre da nicht Friedinger, der ihm eine abenteuerliche Geschichte von verbotenen Waffenlieferungen und heimtückischen Morden erzählt, einem Skandal, in den die Spitzen der Politik verwickelt sind. Zu wem wollte der Pakistani, dessen Leben auf dem Linzer Voest-Parkplatz jäh endet? Was will der anonyme Anrufer, der Friedinger vor der Gefahr warnt, in der er nun schwebt, und warum führt eine Spur nach Amstetten? „Lesung aus „Friedinger““ weiterlesen

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Männer des Westens (sind so)*

In seinem (auch bei uns weit über 100x verkauften) Bestseller „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ erzählt Yuval Noah Harari folgende (vermutlich erfundene) Geschichte:

Während des Trainings  für ihre Mondlandung trafen Armstrong und Aldrin in einer Wüste im Westen der USA einen Ureinwohner des dortigen Indianergebietes. Der Mann fragte sie, was sie denn da trieben, und die Astronauten erklärten, sie gehörten einer Forschungsexpedition an, die in Kürze auf den Mond fliegen würde. Als der alte Mann das hörte, schwieg er eine Weile, dann fragte er die Astronauten, ob sie ihm einen Gefallen tun könnten. „Männer des Westens (sind so)*“ weiterlesen

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Erstes Date mit Bob Dylan

Tipps für ein erstes Date mit Bob Dylan.

Es ist wieder soweit! Am 16 April macht uns Bob Dylan in der Wiener Stadthalle seine Aufwartung – erstmals seit der Nobelpreisverleihung.

Wie bei den Stones wird sich der eine oder die andere wieder sagen: „Einmal muss man ihn schon gesehen haben“. Der Vorverkauf läuft so gut wie schon lange nicht mehr. Vielleicht sollte man aber nicht ganz unvorbereitet zu seinem ersten Date mit Bob Dylan gehen. Wichtig ist es zunächst, dass man pünktlich ist. Dylan und Band sind es immer. Ist das Konzert um 19:30 Uhr angesetzt, so beginnt es auch um 19:30 Uhr. „Erstes Date mit Bob Dylan“ weiterlesen

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Die Buchhandlung Lerchenfeld in Wien

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde der Buchhandlung Lerchenfeld in Wien,

wir freuen uns wirklich sehr, hier die neue Website der Buchhandlung Lerchenfeld in Wien präsentieren zu können. Bernhard Bastien hat letzten Herbst in einem dreitägigen Seminar gelernt, mit WordPress einen eigenen Webauftritt zu gestalten – hier ist das Ergebnis! Wir finden, die Seite kann sich wirklich sehen lassen. Eigentlich ist uns unsere alte Seite doch richtig ans Herz gewachsen, hat sie uns doch beinahe 15 Jahre begleitet, nur leider war sie den neuesten Anforderungen nicht mehr gewachsen.

Die alte Webseite der Buchhandlung Lerchenfeld in Wien.

Vor 15 Jahren konnte niemand ahnen, dass die Menschheit Websites künftig fast ausschließlich auf dem Smartphone betrachten wird. Damit konnte unsere alte Seite einfach nicht mithalten – sie war schlicht nicht „responsive“ genug 🙁

Was wollen wir aber überhaupt mit unserer Seite erreichen? Eine ansprechende Visitenkarte, die unseren analogen Laden im weltweiten Netz widerspiegelt. Es wird auch künftig keinen Webshop der Buchhandlung Lerchenfeld geben. Die Kontaktaufnahme und Bestellung kann gerne online erfolgen, die Bücher möchten wir Euch aber weiterhin persönlich im Laden aushändigen.

Die gemütliche Buchhandlung Lerchenfeld in Wien.

An dieser Stelle werden wir regelmäßig über aktuelle Neuerscheinungen und bemerkenswerte Bücher berichten. Wenn es von oder über Bob Dylan etwas Neues zu entdecken gibt, werden wir Euch hier auf dem Laufenden halten. Aber auch Infos zu anstehenden Veranstaltungen und die Beschreibungen der aktuellen Lesezirkelbücher werden hier zu finden sein. Nach einiger Zeit werden diese dann in den jeweiligen Unterkategorien archiviert.

Gerne könnt Ihr die jeweiligen Beiträge kommentieren oder mit Links, Shares, etc. bereichern. Hier soll, ebenso wie auf unserer Facebook-Seite, ein reger Austausch mit Euch stattfinden. Videos der Buchhandlung Lerchenfeld in Wien findet Ihr übrigens auch auf unserer YouTube-Seite.

Wir, Wolfgang Posautz, Bernhard Bastien und Hündin Ronja, freuen uns auf Euch: on- und offline!

Wolfgang Posautz, Bernhard Bastien und Ronja vor der Buchhandlung Lerchenfeld in Wien.
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