Lesezirkel am 26.04.2018

Lesezirkel – April 2018: Emily Ruskovich „Idaho“

Im aktuellen Lesezirkel wird diesmal das Romandebüt der amerikanischen Autorin Emily Ruskovich besprochen.

26.04.2018, 19 Uhr; Idaho von Emily Ruskovich

Zum Inhalt:

Ein flirrender Sommertag in Idaho: eine Familie im Wald, die beiden
Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft
steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augen-
blicks ist die Idylle zerstört. Ist es Gnade, dass der Vater, Wade, lang-
sam sein Gedächtnis verliert? Bald wird er nicht mehr wissen, welche
Tragödie sich an jenem Tag abgespielt hat, wie seine Töchter hießen
und seine Frau, Jenny, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Auch
Ann, die Frau, deren Liebe groß genug ist, um zu Wade in das leere Haus
zu ziehen, wird nie den Hergang der Tat erfahren. Aber mit jedem Tag
an Wades Seite erkundet sie genauer, was damals geschehen ist, und
nimmt schließlich Kontakt zu Jenny auf. Ein atemberaubender Roman
über das Unbegreifliche in uns.
Die Autorin (c)SamMcPhee

Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop. Ab Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. „Idaho“ ist ihr erster Roman. Erschienen ist er bei Hanser in der Übersetzung von Stefanie Jacobs.

Die Autorin über das Schreiben:

Wenn ich mit einem Kapitel oder einer Geschichte überhaupt nicht weiterkomme und ich langsam beginne, daran zu verzweifeln, bleibe ich meinem Schreibtisch für ein paar Tage fern. Ich habe gemerkt, wie wichtig diese Tage für mich sind, an denen ich das eigene Schreiben aus meinem Kopf verbanne, mich anz in die geschriebene Welt anderer Schriftsteller hineinbegebe und einfach zu meinem eigenen Vergnügen lese. Dann lese ich Alice Munro oder Toni Morrison oder Marilynne Robinson oder Kazuo Ishiguro oder Richard Adams.
Eine Zeit lang habe ich mich an Tagen, an denen ich nicht schrieb, immer schuldig gefühlt und dieses Schuldgefühl wurde zu einer Art Barriere, die zwischen mir selbst und den Dingen stand, die mich vom Schreiben abhielten. Eine solche Barriere darf das Schreiben nie dominieren, das ist mir sehr wichtig, schreiben sollte im Gegenteil ein Weg sein, sich stärker mit dem eigenen Leben verbunden zu fühlen. Einen Schritt zurückzutreten von dem Roman, an dem ich arbeite, hilft mir dabei, nach quälendem Ringen wieder einen klaren Blick zu bekommen und mich zu öffnen, leitet mich im Unterbewusstsein durch das Kapitel und – das ist das Entscheidende – es erinnert mich daran, warum ich überhaupt schreibe.
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Lesezirkel am 22.03.2018

Lesezirkel – März 2018: Robert Menasse „Die Hauptstadt“

Im aktuellen Lesezirkel wird diesmal das mit dem „Deutschen Buchpreis“ 2017 ausgezeichnete Buch des österreichischen Autors Robert Menasse („Sinnliche Gewißheit“) besprochen. Dies ist das erste Buch von Menasse, das wir in unserem Lesezirkel durchnehmen.

22.03.2018, 19 Uhr; Die Hauptstadt von Robert Menasse

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Lesezirkel am 22.02.2018

Lesezirkel – Februar 2018: Richard Ford „Zwischen ihnen“

Im aktuellen Lesezirkel wird wieder einmal ein Buch des US-amerikanischen Autors Richard Ford („Der Sportreporter“) besprochen. Das letzte Buch von ihm , das wir „durchgenommen“ haben, war „Kanada„. Diesmal geht es um die Beziehung zu seinen Eltern.

22.02.2018, 19 Uhr: Zwischen ihnen von Richard Ford

Richard Ford erzählt vom Amerika seiner Eltern: ein bewegendes Buch über Erinnerung, Familie und ein Land, das es so nicht mehr gibt. „Lesezirkel am 22.02.2018“ weiterlesen

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